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Konzeption der Integrativen Kinderkrippe „Villa Kunterbunt“

 

Wir stellen uns vor:

 

Lebenshilfe und Heilpädagogik:

Die geplante Integrativ – Heilpädagogische Kinderkrippe und die Heilpädagogische Tagesstätte (Kindergarten und Hort in Kleingruppen) in Hausham sind Einrichtungen der Gemeinnützigen Lebenshilfe Miesbach GmbH. Beide befinden sich in der Brentenstraße 7 in Hausham.

Die Verknüpfung von Elementarpädagogik und Heilpädagogik ist uns ein besonderes Anliegen.

Die Elementarpädagogik (Kleinkindpädagogik) ermöglicht uns die Einsicht und das Verstehen der kindlichen Entwicklung im Alter von 0 – 3 Jahren.

 

Die Heilpädagogik befördert das Erkennen, Verstehen und den Umgang mit Herausforderungen und besonderen Bedürfnissen, vor denen alle Kinder im Verlauf ihrer Entwicklung immer wieder stehen. Wir bekennen und fördern ausdrücklich den Ansatz der inklusiven Lebens – und Lernumgebung für alle Kinder. Gleichgültig ob diese behindert oder nicht behindert oder von Behinderung bedroht sind. Dies bedeutet, dass in unserer Kinderkrippe selbstverständlich Kinder mit und ohne Behinderung aufgenommen werden und ein an ihren persönlichen Bedürfnissen orientiertes Lebens- und Bildungsumfeld vorfinden.

 

Ein weiterer wichtiger Pfeiler unserer Arbeit ist die systemisch orientierte pädagogische Ausrichtung. Aus diesem Grund sind Eltern, Großeltern und alle anderen Men-schen die unsere jungen Erdenbürger begleiten, für uns wichtige Partner. Daher ist es uns wichtig, alle Bezugspersonen als gleichwertige Ansprechpartner in unsere pädagogischen Überlegungen einzubeziehen.

 

Wir wollen zusammen mit den Kindern ein liebevolles, respektvolles und von seelischer Wärme geprägtes Zusammenleben gestalten. Die Zeit, die das Kind in der Kinderkrippe verbringt, soll neben der wertvollen Zeit bei Vater und Mutter dazu beitragen, dass es den Kindern gelingt, frühzeitig und stabil positive Bindungen herzustellen. Somit kann es Vertrauen in sich selbst und seine Umwelt gewinnen. Dies ist die wichtigste Grundvoraussetzung um später als Kindergartenkind, Schulkind, Jugendlicher und endlich als erwachsener Mensch, den jeweiligen Ansprüchen des entsprechenden Lebensalters gerecht zu werden und gleichzeitig glücklich, gesund und selbstbewusst durchs Leben gehen zu können. Praktisch bedeutet dies, dass auf der Grundlage der Elementar- und Heilpädagogik für jedes einzelne Kind ein auf seine speziellen Bedürfnisse ausgerichtetes Lebens- und Bildungskonzept erarbeitet wird.

 

Wir sind überzeugt, dass alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer Kultur oder Religion, ihrer körperlichen oder seelischen Befindlichkeit das gleiche Bedürfnis und Recht auf Liebe, Schutz, Glück und Achtung haben. Wir orientieren uns in unserer Arbeit an diesen Grundsatz.

 

 

Lage und Einzugsgebiet

Unsere Integrative Kinderkrippe „Villa Kunterbunt“ in der Heilpädagogischen Tagesstätte liegt nahe dem Ortskern von Hausham, in der Brentenstrasse 7. Gut erreichbar aus Richtung  Miesbach, sowie Schliersee und in Fußnähe zum Bahnhof Hausham.

 


Gesetzlicher Auftrag

Wir arbeiten gemäß dem bayerischen Kinderbetreuungs- und -bildungsgesetz (Bay-KiBiG), sowie nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan. Durch das am 01. Januar 2005 in Kraft getretene Tagesbetreuungsgesetz TAG (Gesetz zum qualitätsorientierten und bedarfsgerechten Ausbau der Tagesbetreuung und zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe), wurden die Kommunen als örtlicher Träger der Jugendhilfe verbindlich verpflichtet, ein bedarfsgerechtes Angebot für Kinder unter drei Jahren vorzuhalten. Die Bayerische Rahmenleistungsvereinbarung für den Leistungstyp: „Teilstationäre Angebote zur Tagesbetreuung für behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder im Sinne des § 53 SGB XII in Kindertageseinrichtungen im Sinne des Art. 2 Abs. 1 BayKiBiG (T-K-KITA)“ regelt die Aufnahme und Förderung von Kindern mit besonderem Förderbedarf in unserer Kinderkrippe.

 

 

 

Personelle Bedingungen

Unsere Kinderkrippe hat 12 Plätze. In unserer integrativen Gruppe nehmen wir auch Kinder mit Behinderung bzw. drohender Behinderung auf. Dafür sind bis zu 4 Plätze vorgesehen. Die Anzahl der Mitarbeiter richtet sich nach den entsprechenden rechtlichen Vorschriften. Die Kinder auf den Integrationsplätzen erhalten zudem nach den aktuellen Regelungen heilpädagogische und therapeutische Förderung. Diese kann in der Gruppe oder in Einzelsituationen stattfinden. Hierzu steht uns ein großes hauseigenes Fachteam zur Verfügung.

 

 

Räumlichkeiten

Unser großzügiges Haus bietet zahlreiche Räumlichkeiten, die übergreifend für Kinderkrippe, Kindergarten und Hort genutzt werden können. Selbstverständlich wurde auf eine barrierefreie Gestaltung geachtet. Um dem besonderen Schutzbedürfnis von Kleinkindenr gerecht zu werden, befinden sich die Räumlichkeiten unserer Kinderkrippe im Erdgeschoß unseres Hauses.
Auf eine pädagogisch sinnvolle Trennung zwischen Kinderhort, Kindergarten und Kinderkrippe wurde geachtet.


Der Gruppenraum der „Villa Kunterbunt“:

Wir haben einen großen, hellen Gruppenraum mit Küchenzeile und vielen kleinkindgerechten Spielmöglichkeiten. Schwerpunkte in diesem Raum sind das Essen, Spielangebote wie Kaufladen, Bücherecke, etc.


Krippenraum II (Schwerpunkt Bewegung)

Dieser bietet durch seine Größe viel Platz für Bewegung, Gehversuche, Dreirad fahren u.v.m.


Das Ruhe- und Spielzimmer:

Dieser Raum wird genutzt als Ruhe- und Schlafraum und alternativ als Rückzugs- und Spielzimmer für eine kleine Gruppe.


Der Garderoben- und Sanitärbereich:

Die Kinderkrippe erhält einen eigenen Sanitärbereich mit Kindertoiletten, Hand-waschbecken und Spiegel auf Kinderhöhe sowie einem Wickelbereich.

Garderobe und Kinderwagenabstellplatz befinden sich im Lichthof unmittelbar vor den Krippenaufenthaltsräumen.

 


Der Garten:

In einem vom Gruppenraum direkt zu ereichenden abgegrenzten Teil unseres Gartens finden auch Kinder ab dem 12. Lebensmonat viele Spiel – und  Anregungsmöglichkeiten

Zudem laden viele übergreifend genutzt Spielgeräte zum Entdecken und Toben ein (Nestschaukel, Wasserspielplatz etc). Der Garten bietet auch die Möglichkeit mit den anderen Kindern der Heilpädagogischen Tagesstätte erste Kontakte zu knüpfen. Neue Freunde können gefunden werden und wertvolle Erfahrungen im Gruppenspiel gemacht werden.

Zusätzliche Räume:


Raum für Elterngespräche, Bällebad, Bewegungsraum, Matschraum, Werkraum, „Traumkammerl“ und  weitere Förder- und Spielzimmer für die einzelnen therapeuti-schen Bereiche.
Büroräume, Küche, Lagerräume, Besucher – und Personaltoilette

 

Öffnungszeiten

Wir haben Montag bis Freitag von 07:30 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Kernzeit ist von 08:00 Uhr bis 12:15 Uhr. Die Öffnungszeiten werden zweimal jährlich im Ergebnis von Elternabenden an den konkreten Bedarf angepasst.

 

Welche Kinder zu uns kommen

 

In unserer Integrativen Kinderkrippe „Villa Kunterbunt““ sind alle Kinder vom 12. – 36 Lebensmonat willkommen.

Wir sehen es als eine besondere Herausforderung, auch Kinder mit speziellen Be-dürfnissen aufzunehmen. Dabei kann es sich zum Beispiel um schwierige Startbedingungen zu Beginn des Lebens, frühkindliche Krankheiten, Operationen oder andere Komplikationen handeln. Aber auch um erschwerte Familiensituationen und andere außergewöhnliche Belastungen. Durch die Verknüpfung von Elementarpädagogischer und Heilpädagogischer Begleitung der Kinder sind wir in der Lage, alle Kinder entsprechend ihrer Bedürfnisse zu begleiten und zu fördern. Dabei ist es uns möglich, die in unsere Integrativen Kinderkrippe „Villa Kunterbunt“ befindlichen Fachdienste aus dem Bereich der Psychologie, Sprachheilpädagogik, Sozialpädagogik, Heilpädagogik, Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie im Sinne einer Interdis-ziplinären Zusammenarbeit gezielt zu nützen. Eingebettet in unsere systemische Ar-beitsweise können wir so die ganze Familie in unsere Arbeit mit einbeziehen und eine optimale Unterstützung bei der Entwicklung des Kindes bieten.

 

 

Pädagogischer Ansatz

Ausrichtung auf das Kind und seine Familie und Bezugswelt

Wir stellen die individuellen Bedürfnisse unserer Kinder und deren Familie in den Mittelpunkt unserer Arbeit. Wir sind der Überzeugung, dass „Inklusion“ keine Einbahnstrasse ist. Aus diesem Grund sehen wir die Bedürfnisse von behinderten und nicht behinderten Kindern als gleichwertig an. Jedes Kind ist eine einzigartige Persönlichkeit und wird gleichermaßen begleitet, geführt, angeregt und unterstützt. Wenn Kinder in diesem frühen Alter aufeinander treffen, sind sie zumeist frei von Vorurteilen. Dies ermöglicht ihnen mit unserer Unterstützung ohne Vorurteile aufeinander zu zugehen. Dadurch ist es möglich ein gemeinsames Lernen und Verstehen zu fördern und zu unterstützen. Inklusion wird dadurch erlebbar und real.
Integration ist ein Grundpfeiler unserer Pädagogik, der jedoch nichts weiter bedeutet, als: Die individuellen Bedürfnisse eines  jeden Kindes stehen im Mittelpunkt.

 

 

Lebens- und Lernraum

Kinder im Alter zwischen einem und drei Jahren lernen dort, wo sie leben und sich wohl fühlen. Daher ist unsere Kinderkrippe ein Lebensraum, indem sich Kinder entfalten können. Der Übergang von der Familie zur Kinderkrippe findet allmählich und gleitend statt. Dabei ist es uns wichtig, nicht nur mit den Kindern zu lernen, sondern mit den Kindern und Eltern zusammen einen Lebensraum zu gestalten, welcher sich durch emotionale Wärme, Geborgenheit, Zuverlässigkeit auszeichnet. So ist es uns zum Beispiel wichtig, die Eingewöhnungszeit in engem Kontakt mit den Eltern zu gestalten, damit das Kind und die Eltern Vertrauen in die neue Lebenssituation gewinnen können (Eingewöhnungskonzept).

Der erweiterte Lebensraum, also das Leben außerhalb der Kindergartengruppe, wird in unseren Alltag mit einbezogen. So beobachten wir zum Beispiel was passiert, wenn der Briefträger oder die Müllabfuhr kommen. Wir betrachten die Natur, die kleinen Tiere in der Wiese, lernen die nahe Umgebung kennen. Wir spüren den Regen und den Wind. Im Zentrum steht immer das Spiel des Kindes.

 

 

Struktur und Sicherheit

Mittels Elementen aus der heilpädagogischen Rhythmik strukturieren wir den Tag. Rhythmik bedeutet, dass in ähnlichen Zeitabschnitten ähnliches geschieht. So gibt es Begrüßungs- und Verabschiedungsrituale und eine gemeinsame Brotzeit, um Sicherheit und Kontinuität zu gewähren. Aktive Phasen und ruhige Phasen wechseln sich ab. Unterstützt werden diese strukturierenden Elemente durch visuelle, akustische und taktile Reize.
Die Erzieher/innen achten dabei auf den eigenen Bio-Rhythmus des Kindes und reagieren flexibel und individuell auf dessen Bedürfnisse.

 

 

Interaktion auf vorsprachlicher Ebene

Ein großer Bereich der frühkindlichen Kommunikation kann durch Musik angeregt werden. Gemeinsames Singen, Tanzen und Lachen führen zu Geborgenheit, Freude und Kommunikation. Gleichzeitig unterstützen wir dabei die Sprachanbahnung und schulen Körperwahrnehmung und Koordination. Durch Fingerspiele und Reime fördern wir bereits spielerisch die spätere graphomotorische Entwicklung und kommen dem kindlichen Bedürfnis nach Wiederholung nach. Durch diese kleinen Bewegungs- und Sprachspiele treten wir in Kontakt mit dem Kind, vermitteln Geborgenheit, Liebe und ermöglichen Erfolgserlebnisse, wenn das Kind das Spiel bereits kennt und voller Spannung und Freude auf den Höhepunkt wartet. Dem Wunsch nach Bewegung werden wir gerecht, indem unsere Räume auf die Höhe der kleinen Kinder ausgerichtet sind und Gefahrenquellen vermieden werden, damit auch Toben erlaubt sein kann.


Die Rolle der Erzieherin in der Gruppe

In der Gruppe mit Gleichaltrigen können die Kinder symmetrische Beziehungen aufbauen. Sie profitieren davon, dass sie sich gegenseitig nachahmen und miteinander wetteifern. Der Gruppenraum ist so gestaltet, dass die Kinder viele Möglichkeiten haben, Material selbstständig zu erkunden. Die Erzieher/innen sind zurückhaltend, begleitend und unterstützen die Eigeninitiative des Kindes. Das Kind erfährt dabei seine Kompetenzen und stärkt so sein Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Für die Erzieher/innen bedeutet dies, geduldig zu sein und dem Kind Zeit zu geben, während es das Leben selber erkundet. Als Grundlage dient die Aussage von Maria Montessorie: „Hilf mir es selbst zu tun“

 

 

Pflegesituation

Die Pflegeerziehung ist für die psychosexuelle Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung. Es geht nicht nur um Saubermachen. Es ist für das Kind ein intimes Erlebnis, das den Beziehungsaufbau fördert. Die Erzieherin nimmt sich hierfür Zeit, nimmt Blickkontakt auf und gibt dem Kind sprachliche Zuwendung.

 

 

Elternarbeit

Der regelmäßige Austausch und das Einbeziehen der Eltern in alle Belange der Entwicklung und des Umgangs und der Erziehung des Kindes, sind ein Kernpunkt unserer Elternarbeit. Hierzu bedienen wir uns der systemischen Methode und deren Handlungsweise. Dies kann zum Beispiel durch das Angebot von psychologischen Gesprächen oder einer Eltern- Kind- Interaktionsberatung stattfinden. Welche Form der Angebote gemacht wird, hängt in hohem Maße von den Bedürfnissen des Kindes und der Eltern ab. Miteinbezogen in die Überlegungen werden die Beobachtungen der Erzieher und Fachdienste. Hospitationen in der Gruppe und gegebenenfalls bei Therapien sind erwünscht und nach Absprache mit den Erzieher/Innen bzw. Thera-peut/innen möglich. Dabei können die Eltern ihr Kind  beobachten und eine Sensibilität für unsere Kleinkindpädagogik entwickeln.
Elternabende und gemeinsame Feste ergänzen unser Angebot.

 


Individuelle Förderung

Unsere Integrative Kinderkrippe „Villa Kunterbunt“ bietet sowohl die fachliche Kompetenz als auch das entsprechende Lebensumfeld für das Kind, um die Entwicklung eines jeden Kindes optimal zu unterstützen.

 


Hausham, 23.05.2012

 

Sabine

Griebel                                                        Michaela Griemert
Einrichtungsleitung                                         stellv. Einrichtungsleitung


 

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